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„Da es dir gefällt, o Liebe“

Autor
Neumeister, Sebastian (Hg)

„Da es dir gefällt, o Liebe“

Untertitel
Die Dichtungen der Staufer. Zweisprachige Ausgabe. Mit Übersetzungen aus dem Altitalienischen und Mittelhochdeutschen. Übersetzt unfdkommentiert von Sebastian Neumeister
Beschreibung

Zum ersten Mal sind in diesem bibliophilen Band alle überlieferten Dichtungen der vier großen Staufer im Original und in Übersetzung versammelt. Dem Romanisten und Literaturwissenschaftler Neumeister ist zudem eine bildhafte Einbettung der Dichtungen in historische wie auch literaturhistorische Kontexte gelungen. Eine mit Miniaturen aus dem Codex Manesse in Szene gesetzte, intellektuelle und sinnliche Zeitreise in das 13. Jahrhundert, seine höfischen Gesetze und die hohe Kunst der Liebe.
(ausführliche Besprechung unten)

Verlag
Universitätsverlag Winter, 2020
Seiten
104
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-8253-4749-9
Preis
26,00 EUR
Status
lieferbar

Zum Buch:

Zum ersten Mal sind in diesem bibliophilen Band alle überlieferten Dichtungen der vier großen Staufer im Original und in Übersetzung versammelt. Dem Romanisten und Literaturwissenschaftler Neumeister ist zudem eine bildhafte Einbettung der Dichtungen in historische wie auch literaturhistorische Kontexte gelungen. Eine mit Miniaturen aus dem Codex Manesse in Szene gesetzte, intellektuelle und sinnliche Zeitreise in das 13. Jahrhundert, seine höfischen Gesetze und die hohe Kunst der Liebe.

Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen , dessen Vater Kaiser Heinrich VI., Friedrichs Söhne Enzo und Manfred sowie der Enkel Konradin – sie alle hinterließen Minnelieder in der Tradition der Troubadore der Provence. In diesen Gedichten ist vom Trennungsschmerz die Rede, vom immerwährenden Konflikt zwischen hoheitlichen Verpflichtungen und der Liebe, vom Spiegel der inneren Schönheit in der äußeren, vom Wechselbad der Gefühle, dem Hin- und Hergeworfensein zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Sehnsucht und Erfüllung.
Im Mittelalter spielte die Dichtung am Hof für die Repräsentation und den Ausbau der eigenen Macht eine große Rolle. Über die Dichtung tauschte man sich zudem auch aus; so sind einige Kommentare Dantes zu den Dichtungen Friedrichs II. von Hohenstaufen erhalten. Sie waren durchaus auch politischer Natur, etwa Dantes überlieferte Bemerkung, es könne nur ein Irrtum Friedrichs sein, anzunehmen, dass jeder Reichtum klug mache (ciascuna riche za faprudente).

Mit dieser Einbindung anderer, auch poetischer Zeugnisse der Zeit – Gedichte von Aimeric de Peguilhan, Guilhem Figueira oder Walter von der Vogelweide – lädt der Herausgeber Leserinnen und Leser ein, durch eine halb geöffnete Tür auf die Lebenswelt des 13. Jahrhunderts zu blicken: Ihr Glanz ist ungebrochen. Der Wohlklang der Verse sowohl im Altitalienischen wie im Mittelhochdeutschen, der schlichte Zauber der Minnelieder tritt in dieser zweisprachigen Ausgabe wunderbar zutage.

Susanne Rikl, München